Archive for the ‘Mehr lesen!’ Category

Der web2.0-Präsident – zum Zweiten
Januar 21, 2009

Ich habe schon über die Nutzung des Internets durch Barak Obama berichtet. Und seit heute, genau einen Tag nach Amtseinführung, geht es weiter. Das Weiße Haus bloggt seit heute.

Tuesday, January 20th, 2009 at 12:01 pm
Change has come to WhiteHouse.gov
Welcome to the new WhiteHouse.gov. I’m Macon Phillips, the Director of New Media for the White House and one of the people who will be contributing to the blog.

A short time ago, Barack Obama was sworn in as the 44th president of the United States and his new administration officially came to life. One of the first changes is the White House’s new website, which will serve as a place for the President and his administration to connect with the rest of the nation and the world.

Millions of Americans have powered President Obama’s journey to the White House, many taking advantage of the internet to play a role in shaping our country’s future. WhiteHouse.gov is just the beginning of the new administration’s efforts to expand and deepen this online engagement.

Just like your new government, WhiteHouse.gov and the rest of the Administration’s online programs will put citizens first. Our initial new media efforts will center around three priorities: [mehr]

Jetzt bleibt nur die Frage, ob Michelle Obama oder die beiden Töchter auch ihre eigenen Blogs kriegen, und – und das ist viel wichtiger – ob Kommentare und Trackbacks in der Zukunft zugelassen werden. Das könnte spannend werden.

Aber im Grunde genommen ist dies nicht die Neuerfindung des Rades. Angela Merkel hat schließlich auch schon eine ganze Weile ihren Podcast.

Jedenfalls ist der RSS-Feed vom Weißen Haus schon in meinem HTC-Touch-3G-Feedreader eingerichtet. Bin gespannt was dort alles so mitgeteilt werden wird.

72 Jungfrauen :-)
Januar 19, 2009

Die Meldungen überschlagen sich. Bekkay Harrach, Jahrgang 1977,  Deutscher marrokanischer Herkunft, sprach in einem veröffentlichten  Video u.a. davon, dass er seit 1993 den Wunsch verspürt, sich für Allah in die Luft zu sprengen. Jetzt watet er seit 2007 in Pakistan und Umgebung herum. Al Jazeerah strahlte das Video aus. Und nun ist es auch bei youtube zu finden, wenn dort nach „Abu Talha“, wie er sich nennt, sucht. Bei video.google.de findet man mit viel Geschick auch die Fassung in einem Stück, 30 Minuten Blödsinn.

Hier nur ein paar Zitate

Die Finanzkrise… fegte den deutschen Stolz… weg.

Teilt man eine Primzahl durch „1“, ergibt sie immer Taliban und Al Qaida.

…nichts desto trotz besteht das ganze Leben aus Tagen, die für jeden von uns gezählt sind.

Und weiterer Blödsinn. Man möge es sich ansehen. Natürlich sind diese drei Zitate aus dem Zusammenhang gegriffen. Wobei man sich wirklich die Videos ansehen muss, um zu sehen, dass dort kein Zusammenhang vorhanden ist!

Und wenn, lieber Bekka, für jeden die Tage bereits gezählt sind, warum schaffst Du 31jähriger Feigling es dann nicht endlich auf den blöden Knopf zu drücken? Seit 15 Jahren keimt der Wunsch in Dir Deinem Gott gegenüber zu treten? Mach hinne! Je länger Du dem irdischen Leben fröhnst, umso weniger wird man post mortem Deine Entschlussbereitschaft anerkennen…

Übrigens sind sämtliche Deiner Ausführungen hinsichtlich geschichtlicher Fakten, zumindest was Europa und Deutschland betrifft, falsch. Da solltest Du, bevor Du den Knopf drückst, nochmal in die Bib. Oder dumm sterben – tun auch viele.

Das Video direkt zu verlinken liegt mir fern. Vielmehr habe ich eine Video-Antwort an den Knaben, der nur geringfügig älter ist als ich. Ich hoffe, er kann Englisch und wird auch viel Freude an dem folgenden Video haben:

Warum tötest Du, Zaid?
Januar 15, 2009

Soeben habe ich das Buch „Warum tötest Du, Zaid?“ von Dr. Jürgen Todenhöfer gelesen. Ein sehr aufschlussreiches Buch, wunderbar geschrieben. Ein großer Reisebericht über 5 Tage in Ramadi.

Seine Kritier werfen im Einseitigkeit vor. Das Buch noch frisch im Kopf kann ich den Vorwurf nachvollziehen, muss diesem jedoch entgegen bringen, dass diese Kritiker das Buch oberflächlich gelesen haben. Das Problem, was Todenhöfer versucht anzugehen, ist so vielseitig und so schwierig, dass man seinen Standpunkt nicht in 10 Zeilen Buchkritik für obsolet erklären könnte. Todenhöfer unternimmt mit seinem Buch einen großartigen Versuch einen Dialog in Gang zu setzen, bedingt durch eine andere Sichtweise. Er versucht, „den Westlern“ den Blick „auf den Westen“ „aus der Sicht eines Muslims“ zu zeigen. Jetzt müssten sich nur mehr Leute mit dem Thema fundiert beschäftigen und auch Willens sein, etwas zu ändern. Dann könnte Todenhöfers Ansatz den Stein ins Rollen bringen. Warten wir es ab.

Das Buch ist trotz aller Kritik absolut lesenswert. Selbst wenn man seine Ansichten nicht teilt, so erlebt der Leser eine sehr interessante Reise durch den Irak. Die Leute, die Dialoge, die Situationen, alles wird dem Leser durch eine wunderbare Sprache vermittelt.

Buchvorstellung bei Johannes B. Kerner:

…und auch dem „Islam Channel News“ stand er Rede und Antwort, mit weiteren Informationen, in englischer Sprache:

Besser mehr lesen!
Dezember 18, 2008

Mein Kampf hat seinerzeit auch keine Saun gelesen. Genau so wenig wie die Leute offensichtlich die Werke von Michael Lewis gelesen haben. So z.B. sein Werk „LIAR’S POKER„.

Dieses Buch beginnt mit den Worten…

IT WAS sometime early in 1986, the first year of the decline of my firm, Salomon Brothers. Our Chairman, John Gutfreund, left hos desk at the head of the trading floor and went for a walk. At any given moment on the trading floor billions of dollars were being risked by bond traders.

Salomon Brothers, da war doch was? Wikipedia:

Salomon Brothers wurde 1910 von Arthur, Herbert und Percy Salomon gegründet und war neben der Wall Street ansässig. In den 70ern war Salomon Brothers eine der weltgrößten Investmentbanken. In den 1980er Jahren entwickelte führte die Bank die ersten mit Immobilien besicherten Bonds (Mortgage Backed Securities) und führte diese in den Handel ein, worauf sie große wirtschaftliche Erfolge hatte. Diese Bonds sind die Produkte, die auch später erneut im Mittelpunkt der Finanzkrise 2007/2008 standen.

So, Finanzkrise 2007/2008 (und 2o09 usw.). Der Haufen mit den Milliarden brennt irgendwo immer noch lichterloh.

economist_cover_oh_fuck_september_2008

Und das benannte Buch? Aus dem Jahre 1990. Es ist halt immer das gleiche Problem – die Leute lesen einfach viel zu wenig.