…vor 12 Jahren

Bitte nicht fragen, wie ich darauf gekommen bin. Als Karnevals-Abstinenzler bei Youtube rumgesurft, und als Düsseldorfer sich an das einzige Toten Hosen Konzert erinnert, was ich mal besucht habe. Es war das berühmt berüchtigte 1000 Konzert im Düsseldorfer Stadion.

 

Auf diesem Konzert waren – glaubt man den Angaben – an die 60.000 Leute. Für eine Punk-Band ein ganz guter Schnitt.

Bei dem Konzert ist eine damals 16jährige Niederländerin zu Tode gekommen. Eine Tragödie, die die Band hart traf:

Beim Jubiläumskonzert am 28. Juni 1997 im Düsseldorfer Rheinstadion vor 60.000 Zuschauern kam ein sechzehnjähriges Mädchen im Gedränge vor der Bühne zu Tode. Die Band unterbrach das Konzert sofort, spielte es jedoch auf Anraten des Einsatzleiters der Berufsfeuerwehr Düsseldorf weiter, um eine Panik zu verhindern. Alle weiteren Konzerte des Jahres sagte sie ab, trat ein halbes Jahr lang nicht auf und spielte fast zwei Jahre lang keine Stadiongigs mehr. (wikipedia)

Aber hier der “Augenzeugenbericht”:

Ich war damals nicht in dem “gefährlichen Innenraum” des Stations, sondern fern ab auf der Tribüne, “hinten links”. Dennoch bekam wirklich jeder mit, dass etwas passiert war. Was genau, das konnten wir erst am folgenden Tag in den Zeitungen lesen.

Der Tag war großartig. Es begann recht früh. Ich glaube wir waren ab 10h oder 11h im Station, mit Vorbands etc war da mächtig was los. Das Wetter war uns gnädig, das Bier schmeckte gut. Die Toten Hosen kamen erst gegen Abend. Da waren die 60.000 Leute im Station schon ordentlich angeheizt: Das 1.000 Konzert!!!

Und dann die Unterbrechung zu später Stunde. Was genau passiert war wusste in dem Moment keiner (es gab noch kein mobiles Internet, WAP oder sowas), die Band kam nach einer unterbrechenden Weile zurück auf die Bühne und spielte im wahrsten Sinne des Wortes “lediglich zu Ende”. Jedoch lieblos, weniger treibend. Dass etwas passiert war konnte jeder deutlich spüren:

Campino war nach der Unterbrechung sehr daran gelegen die wütende Meute in den ersten Reihen zu beruhigen: Er sprach sie häufiger direkt an nicht zu drängeln, relaxed zu bleiben… Nach jedem Lied – auch während der Lieder, die dafür unterbrochen wurden. Da war deutlich merkbar, dass etwas passiert war. Verständlich, traurig: Als Punkband das 1.000 Konzert zelebrierend, die Menge anheizend, und dann kommt eine 16jährige zu Tode. Und dann die Order “Weiterspielen, sonst fliegt uns der Laden um die Ohren”. Eine wirklich unschöne Situation.

In Memoriam: Rieke Lax.

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