Archive for November 2008

Bangkok – und die Nachrichten
November 30, 2008

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Solche Nachrichten findet man, wenn man sich umfassend auf den Nachrichtenseiten, die es so weltweit gibt, versucht zu informieren. Ganz interessant eigentlich.

Eine lange Liste gibt es hier: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_news_channels

So freut sich etwa der staatliche chinesische Sender CCTV über seine glorreiche Leistung, seine 250 gestrandeten Landsmänner heimgeflogen zu haben, obgleich in Bangkok doch über 100.000 Touristen festsitzen. Wer da noch Kritik an der chinesischen Staatsführung äußern kann?

Das iranische Nachrichtenportal PRESSTV führt unter Berufung auf Reuters an:

“We are in a negotiation process. We want to avoid any violent confrontation. We will not use weapons,” police spokesman Pongsapat Pongcharoen said in a Sunday press conference, according to a Reuters report.

Bei Al Jazeera klingt das alles etwas anders:

Police in Thailand have issued a new warning to anti-government protesters occupying Bangkok’s Don Mueang airport, stating that any person refusing to leave the site could be jailed or fined.

Und die Wahrheit? Irgendwo DAzwischen.

Rockbox – Alternative iPod Firmware
November 29, 2008

Vor ein paar Tagen habe ich auf meinen iPod Video G5 60 Gigabyte die opensource-Firmware Rockbox installiert. Und ich bin sehr zufrieden!

Die Installation von Rockbox läuft dank des RockboxUtility kinderleicht. Auch die Deinstallation geht mit diesem Tool problemlos. Es kann also ohne Probleme getestet werden.

ipod_0_small

menuWie man in dem Bild erkennen kann gibt es diverse Themes für Rockbox.

Eine Auswahl kann hier betrachtet werden.

rockbox-playingWorin liegt der Vorteil dieser Firmware?

Hauptsächlich in der Art und Weise, wie der iPod bespielt wird. Mit der Originalfirmware von Apple muss man iTunes (oder eine Alternative) verwenden, um Musik auf den iPod zu bekommen. Runter bekommt man diese Musik nur mittels besonderer Tools, welche die Musikdateien wieder aus dem iPod-eigenen Verwaltungsformat hinaussaugen.

slant_ipod Mit installierter Rockbox wird der iPod jedoch zur richtigen externen Festplatte. Ordner mit Musikalben können einfach draufkopiert oder gelöscht werden – die Rockboxdatenbank erkennt automatisch was sich ändert etc. So kann man mit dem Verbindungskabel gemütlich zu dem ein oder anderen PC gehen und sich den iPod bis zum Anschlag voll machen, ohne auf iTunes oder ähnliches angewiesen zu sein.

Alle Gründe, warum man sich für Rockbox entscheiden könnte, sind hier aufgelistet, unter anderem 15 unterstützte Codecs.

Hinweis: Mitunter kann es ein Garantieproblem geben. Falls irgendetwas schief geht, der iPod zB nicht mehr startet o.ä., und man dann auf den Apple-Support angewiesen ist, könnte es eng werden. Die Gefahr ist aber sehr gering. Mit dem Utility kann eigentlich fast nichts schief gehen, und selbst wenn kann ein versierter PC-User den iPod auch vollständig neu aufsetzen, so dass er wieder „fabrikneu“ ist, zumindest was die Firmware angeht.

…bereit zu reden…
November 29, 2008

Nach den Terroranschlägen in Mumbai ist nun doch ein Terrorist am Leben geblieben. Der 21-Jährige Azam Amir Kasav soll angeblich bereit sein zu reden und nun zu helfen, alles aufzuklären.

India Shooting

So schnell fängt er also an zu plaudern. Merkwürdig, zuerst wollte er wohl das Hotel in die Luft jagen, und nun ist er redselig und hilfsbereit bis zum geht nicht mehr.

Vielleicht ist Kasavs Mitteilsamkeit aber auch in Indiens Nicht-Ratifizierung des UN Übereinkommens gegen Folter. So viele Fragen über Fragen. Jetzt wird erst einmal ermittelt. Soviel ist sicher.

Mit diesem Beitrag möchte ich jedoch auch keinen falschen Eindruck aufkommen lassen. Der Knabe gehörte zu einer Gruppe von Verbrechern (Terroristen), die mehr als 48h lang, bewaffnet u.a. mit AK47 Sturmgewehren…

ak47

…umhermordeten und es auf 195 Tote und über 300 Verletzte gebracht haben. Dies ist nicht zu entschuldigen, zu rechtfertigen oder sonst was.

Mich wundert eben nur, dass er so schnell den Mund aufmacht.

Beste Künsterlin 1Live Krone
November 27, 2008

Nomiert ist Nneka bereits. Geiles Lied.

(Falls das Video nicht startet hier extern öffnen)

Selbstmordattentäter
November 27, 2008

Fragwürdige Kommentare?
November 25, 2008

Zu meinem Beitrag „Mediennutten gibt es überall“ kam folgender Kommentar, der irgendwie im Spam landete:

…aus dem off › Kommentare bearbeiten — WordPress_1227648164333

Diesen Kommentar werde ich nicht genehmigen. Das Darstellen dieses Kommentars nebst Emailadresse und IP-Adresse mittels Bild hat glücklicherweise keinerlei Auswirkungen auf die Suchbegriffe, durch die diese Seite gefunden wird. Wenn ich ihn jedoch genehmigen würde, wäre dies anders.

Auf das Niveau dieses Kommentars werde ich mich jedoch nicht herab begeben. Nur aber mal zur Info für den Aufmerksamen Leser, was bei einem solchen Blog im Hintergrund so alles passiert.

Das System im System
November 25, 2008

VirtualBox ist ein wirklich schönes Programm. Wer schön immer mal ein anderes Betriebssystem ausprobieren wollte, sich aber davor scheute, sein bestehendes Betriebssystem zu zerschiessen, für den ist dieses Programm genau das richtige.

Linux unter Vista / XP / Mac OSX

MacOSX unter Vista / XP

Windows unter Linux

Der Kombinationsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt. Natürlich bootet das virtuelle Systsem im System etwas langsamer als das richtig installierte System.

Oder eben, ganz langweilig, XP unter Vista:

xp_in_vista
(Im rechten hinteren Fenster läuft XP in einer VirtualBox) 

Aber dennoch bietet dieses Tool für Sicherheitsfanatiker eine Menge Potential:

Beispielsweise kann man unter dem bestehenden Windows-System mal eben im Windows eine Linux-Live-CD wie DamnSmallLinux (eine Linux Version mit schlappen 50Megabyte) hochbooten und dann zB auf bekanntermaßen spyware- und virenverteilenden Seiten surfen, ohne sich Sorgen zu machen. Denn diese bösen Inhalte sind meist nur für Windows-Lücken programmiert – man surft jedoch tatsächlich mit Linux. Auch Onlinebanking mit DamnSmallLinux unter Windows/etc dürfte sicherer sein, da man hier mit einer solch komplizierten Version surft, deren Verbreitungsgrad so gering sein dürfte, dass sich Angriffe kaum lohnen.

Für Mac-User, die sich nur wegen des Designs für einen Apple entschieden haben, und nun traurig sind, diverse kleine Spielchen unter Mac nicht mehr spielen zu können, ist dies auch eine Variante. Zuerst VirtualBox, dann WindowsXP, und dann in das virtuelle System das jeweilige Spielchen.

Ich kenne jetzt schon eine arme Mac-Userin, die sich sehr darüber freuen wird, dass ich ihr das Spiel, dass sie während der Arbeit so gerne spielt, auf ihrem Mac zum laufen kriege. Elfenbowling ist nämlich echt cool.

Bildungsweg Spam?
November 24, 2008

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Da fragt man sich…

Email-Signaturen & -Disclaimer
November 19, 2008

Oh ja, gerade trudelte wieder so eine endgeile Email ein. Inhalt war recht kurz, etwas wie „Alles klar!„, gefolgt von einer der grausigsten Signaturen, die ich seit langem gesehen habe.

Zuerst erkennbar das „Viele Grüße“ als Inhalt der Signatur. Damit auch der Leser merkt, wie faul der Absender ist. Kommt immer gut an.

In den Adress-Daten stand ein „Achtung # entfernen vor dem Versenden !“ vor einer verstümmelten Emailadresse wie zB george.bush@#whitehouse.gov. Dadurch möchte der Absender verhindern, dass seine Emailadresse auf dem Weg hin zu meiner Mailbox automatisiert abgefischt wird und er dann Spam bekommt. Das Problem: Seine Emailadresse steht eh in dem Header als Absender – die clevere Verwendung von # outet ihn daher als richtigen Dummie.

Aber es geht noch weiter.

Die E-Mail wurde auf Trojaner, Würmer und Viren geprüft ! | ¡El correo electrónico fue probado para troyanos, gusanos y virus! | The e-mail was tested for Trojans, worms and viruses!

Beruhigend. Und das gleich auf drei Sprachen. Will da jemand rumposen, dass er „una cerveza, por favor“ sagen kann?

Das schönste kommt aber auch hier zum Schluss.

Diese E-Mail enthält vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese E-Mail. Das unerlaubte Kopieren sowie die unbefugte Weitergabe dieser E-Mail ist nicht gestattet.

Este correo electrónico contiene confidencial y / o proteger por la información de ley. Si usted no fuera el destinatario correcto o recibió este correo electrónico erróneamente, usted por favor informa al remitente
inmediatamente y lo destruye este correo electrónico. El prohibido hacer copias tanto como el pasar on de este correo electrónico no es admitidos.

This e-mail may contain confidential and/or privileged information. If you are not the intended recipient or have received this e-mail in error, please notify the sender immediately and destroy this e-mail. Any unauthorized
copying, disclosure or distribution of the material in this e-mail is strictly forbidden.

Hui, Sprachfuchs! Nochmal – Inhalt der Email war „Alles klar!„.

Aber gehen wir mal im Einzelnen auf den Inhalt dieses Disclaimers ein.

Diese E-Mail enthält vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen.

Ach? Vertrauliche Informationen werden per Email unverschlüsselt verschickt? Das ist schon dumm genug. Rechtlich geschützt ist auch dieser Blog, da bin ich nämlich der Urheber. Auch für ein „Alles klar!“ besteht des Verfassers Urheberschaft – zum Glück weist er darauf hin.

Aber es geht ja noch weiter. Und das wirklich gut.

Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind…

Weiß ich, ob ich der richtige Adressat bin? Wahrscheinlich erst, nachdem ich mich mühsam über den gesamten Text („Alles klar!„) gekämpft habe… Was ist das für eine Aussage? Dummheitsschutz? Nach dem Motto „Falls ich Ihnen fälschlicherweise aus eigener Blödheit die Restrukturierungspläne der Adam Opel GmbH geschickt habe, die total vertraulich sind, dann bitte bitte…„. What the fuck!

Ob diese Leute, die solche Disclaimer verwenden, entsprechende Sätze auch auf Postkarten oder Liebesbriefe schreiben?

Also weiter.

oder diese E-Mail irrtümlich erhalten haben

Wie soll das bitte gehen? Irrtümlich. Hä? Email ist elektronische Post, Internet, Computer, Einsen und Nullen, Binärcode eben.

bnc

Wobei es offensichtlich bei den Verfassern solcher Disclaimer weitaus mehr Nullen gibt als im Binärcode.

Ein Computer macht genau das, was man ihm eingibt.

Sender, Empfänger, Senden.

Irrtümlich? Irren ist eine Fehlvorstellung über Tatsachen. Wie soll dies bei einem Computerprozess passieren? Passiert Computern ständig, dass sie Einsen als Nullen wahrnehmen. Wie im echten Leben. Da werden Nullen als Einsen wahrgenommen.

Aber es geht noch weiter…

informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese E-Mail.

Jetzt soll ich auch noch anfangen zu arbeiten? Moment! Wir haben festgestellt, dass Computer nicht irrtümlich handeln. Sie führen nur die Eingaben der Null aus, die vor dem Bildschirm sitzt. Wenn nun diese Null mir eine Email schickt, die gar nicht für mich bestimmt ist, muss ich anfangen zu arbeiten? Ja geht´s noch?

Vernichten! Wie vernichtet man eine Email? Soll ich sie ausdrucken und dann auf dem Balkon zuerst mit Benzin übergießen und dann verbrennen? Was für ein Schwachsinn. Etwas vernichten, was übers Internet gerauscht ist… Träumer!

Das unerlaubte Kopieren sowie die unbefugte Weitergabe dieser E-Mail ist nicht gestattet.

Wer sagt das? Bin ich hierzu vertraglich verpflichtet? Wohl kaum.

Für die Vertiefung zur rechtlichen Bedeutung dieses Schundes kopiere ich mal aus Wikipedia.

Allerdings dürften solche E-Mail-Disclaimer nach überwiegender Ansicht unter Juristen unwirksam sein.

Die Unwirksamkeit begründet sich aus zwei Umständen: Einmal ist es sehr schwierig, einen Dritten dazu zu bringen, etwas zu vergessen. Zweitens würde es sich bei diesen Disclaimern nach überwiegender Ansicht um AGB handeln. Allerdings müssten die vor dem Öffnen der E-Mail dem Adressaten zugänglich gemacht worden sein, ansonsten sind sie kein Vertragsbestandteil. Meistens befinden sich solche Textabschnitte auch erst unterhalb des Inhaltes einer Nachricht, was jegliche rechtliche Relevanz ausschließt.

Zudem ist es äußerst fragwürdig, warum der Inhalt nicht verschlüsselt versendet wurde, wenn er einer entsprechenden Geheimhaltung unterliegen soll.

Selbst wenn viele Juristen der Ansicht sind, dass diese Scheiße eh unwirksam ist, hindert es doch viele Kanzleien nicht daran, dennoch diesen Kack an jedes Ende einer Email zu packen.

Die Juristen können es sogar noch weitaus hirnverdrehter. Unglaublich, hier ein wunderbares Beispiel für eine Signatur (oder auch End-Text) einer Email aus einer Kanzlei:

Der Inhalt dieser E-Mail ist ausschließlich für den bezeichneten Adressaten bestimmt. Wenn Sie nicht der bezeichnete Adressat oder dessen Vertreter sein sollten, so beachten Sie bitte, dass jede Form der Kenntnisnahme, Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe des Inhalts dieser E-Mail nicht gestattet ist. Bitte setzen Sie sich in diesem Fall mit dem Absender der E-Mail in Verbindung und löschen Sie die erhaltene E-Mail bitte unverzüglich.

Ja wie? Da lese ich gemütlich und aufmerksam, weil ich eine Email erhalten habe, und am Ende beachte ich, dass dies gar nicht gestattet ist? Hier war eine ganz große Null am Werk.

Im Netz gibt es eine wunderbare Sammlung von 100 blödsinnigen Disclaimern, hier nachzulesen.

Was letztlich wirklich traurig ist, dass aus dem „Alles klar!„, mit der eine Email auf 4kb anwächst, durch all diesen Schrott 22kb geworden sind. Das ist bitter.

Daher die Bitte an alle, die dies lesen: Lasst Disclaimer in Emails weg. Sie sind a) unsinnig, b) unwirksam, c) unnötig und letztlich d) verpesten sie auch unnötig die Umwelt. Denn für den Transfer von 18kb zusätzlich muss auch Strom erzeugt werden.

Willkommen bei den Sch’tis
November 15, 2008

Unbedingt ansehen! Der erfolgreichste französische Film aller Zeiten!!!