Archive for Oktober 2008

Ubuntu 8.10 verfügbar!!!
Oktober 30, 2008

Noch wird es auf der Homepage lediglich angekündigt, aber auf einigen Servern findet man es schon. Für die ganz Ungeduldigen:

http://zw.releases.ubuntu.com/intrepid/

ea6d44667ea3fd435954d6e1f0e89122 *ubuntu-8.10-alternate-amd64.iso
f9e0494e91abb2de4929ef6e957f7753 *ubuntu-8.10-alternate-i386.iso
f9cdb7e9ad85263dde17f8fc81a6305b *ubuntu-8.10-desktop-amd64.iso
24ea1163ea6c9f5dae77de8c49ee7c03 *ubuntu-8.10-desktop-i386.iso
e3028a105a083339be8e5af5afbe7444 *ubuntu-8.10-server-amd64.iso
a2ec9975a91e1228c8292ed9799dc302 *ubuntu-8.10-server-i386.iso
2796c696ab368415a30fddc8278e08b0 *wubi.exe

Viel Spaß!

Welcome to China!
Oktober 30, 2008

Klasse. Wer immer schon mal wissen wollte, wie man in China im Internet mit Zensur surft, der möge sich das Plugin http://chinachannel.hk/ im Firefox installieren. Es funktioniert wunderbar. Zunächst einschalten:

China Channel Startpage_1225366481248

Und so schnell ist man in China. Gleich die Probe aufs Exempel.

Google => „Free Tibet“

403 (Verboten)_1225366470795

Schön!  Das klappt doch schon ganz gut! Also schnell das captcha eingegeben, und Enter gedrückt. Und erscheint in der Adresszeile http://www.free-tibet.info/ und im Browserfenster folgendes:

Seiten-Ladefehler_1225366749514

Schön!

Ubuntu 8.10: Coming Soon
Oktober 30, 2008

Heute ist es soweit, der Countdown ist abgelaufen und die neue Version von Ubuntu, Version 8.10, Codename Intrepid Ibex (englisch für: unerschrockener Steinbock), wird heute für massig Traffic auf den Leitungen im Netz sorgen.

Das schöne an Ubuntu ist, dass es eigentlich kinderleicht ist. Sofern alles von Anfang an klappt. Und dies ist in den letzten Jahren immer besser und besser geworden.

Hier eine ganz kurze Anleitung, wie man Ubuntu zu dem bestehenden Windows parallel installiert.

Zunächst sollte man Speicherplatz freischeffeln. Minimum 4 Gigabyte, empfohlen werden 8 Gigabyte (so für die Vorgängerversion 8.04).

Dies erledigt man einfach via Systemsteuerung / Verwaltung / Computerverwaltung / Datenträgerverwaltung. Dort sucht man sich eine Festplatte aus, die man um 4-8 Gigabyte verkleinert. Wichtig ist, diesen neuen Speicherplatz nicht einer neuen Partition zuzuweisen! Einfach unbenutzt lassen.

Auf http://www.ubuntu.com/ wird im Laufe des Tages die v8.10 zum Download verfügbar sein. Dieses ISO-Image auf eine CD brennen, und sodann von dieser CD booten. Ubuntu wird wahrscheinlich erst als Live-System komplett von der CD booten. Dieser Bootvorgang dauert etwas länger, da alles von CD geladen werden muss. Mit viel Glück funktionieren in dieser Live-Session bereits WLAN und Sound und alles weitere, so dass man munter testen kann. Nach diesem Bootvorgang sieht man folgendes:

Und nun Mutige vor. Doppelclick auf „Install“ und man wird durch die Installationsroutine geführt. Diese war bei 8.04 bereits sehr einfach und intuitiv (einfach nur lesen und verstehen).

Wichtigster Punkt für den besorgten Windows-User ist der Abschnitt mit der Partitionierung. Dort kann man etwas a la „größten freien Speicher“ für die Installation auswählen. Dann installiert sich Ubuntu in den soeben frei gescheffelten Speicher von 4-8 Gigabyte. Die Installation sollte, je nach Hardwaregeschwindigkeit, zwischen 30-60 Minuten dauern.  Nach der Installation werden ggf noch kleinere Updates geladen, und schon steht das System. Bei der Installation wird auch ein Bootloader, der Grub-Manager, installiert. Bei jedem Einschalten des PCs erscheint dann ein Menü, wo man zwischen Ubuntu oder Windows wählen kann.

Wem das braune Layout nicht zusagt findet viele Möglichkeiten, dies zu ändern, so zB unter http://art.gnome.org/ oder http://www.gnome-look.org/ oder http://www.deviantart.com/. Sogar Mac OS läßt sich vollständig immitieren. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ich freue mich schon auf die Final, und hoffe, dass die Server nicht zusammenbrechen. 😀

Verklickt…
Oktober 27, 2008

Irgendwie bin ich bei Alexa Web Search gelandet. Dort kann man sich, geordnet nach Ländern, die jeweiligen Top 100 Seiten im Internet ansehen. Nicht uninteressant. Google, Yahoo und MSN Live sind sehr häufig unter den ersten 3 Plätzen.

Nicht aber in Aserbaidschan. Dort ist es tatsächlich die Domain www.mail.ru. Lustig eigentlich.

Ich kannte die Emails von @mail.ru eigentlich nur aus Blicken in meinen Spamordner. Auch die englische Wikipedia schreibt zu diesem Anbieter:

This email is often being used by spammers and internet trolls to spam or flamewar Internet forums, blogs and wikis like Wikipedia.

Laut dem CIA World Factbook hatten in Aserbaidschan in 2007 1,036 Millionen Menschen Internetzugang. Und dies bei ca. 8,2 Millionen Einwohnern. Also in etwa jeder achte Aserbaidschaner ist ans Internet angeschlossen.

Gut ist auch das Ergebnis von Estland. Die sind offensichtlich die Spaßgesellschaft schlechthin. Dort auf Platz 1: youtube.com.

Und nun? Aserbaidschan, das Land der Spammer? Estland youtube-süchtig? Man weiß es nicht. Wie gesagt, verklickt…

Road to Guantanamo & mehr
Oktober 25, 2008

Road to Guantanamo, Wikipedia & Internet Movie DataBase.

Auch zu empfehlen, das Guantanamo Experiment: video.google.de

Fragt man sich doch, wann sich dort etwas ändert.

Titanic-Magazin Startcartoon
Oktober 23, 2008

Großartig!

Pressefreiheit 2008
Oktober 23, 2008

Die Reporter ohne Grenzen (ROG) haben die Rangliste der Pressefreiheit 2008 nebst Erläuterungen veröffentlicht.

Einflussreiche Länder auf den ersten Plätzen. Beeindruckend.pressefreiheit2008top20

Als Erklärung zu den Erstplatzierten:

Allen Staaten in dieser Gruppe gemeinsam ist ein demokratisches, parlamentarisches Regierungssystem, außerdem sind sie nicht in einen Krieg verwickelt.

Also ist es eigentlich doch ganz einfach aufs Treppchen zu kommen. Aber Deutschland so weit abgeschlagen? Dabei haben wir doch in Artikel 5 Absatz 1 Grundgesetz folgendes stehen:

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

So müßte Deutschland doch eigentlich eine ganze Ecke höher stehen, oder? Aber dazu gibt es auch in den Erklärungen nähere Erläuterungen. Sehr aufschlussreich:

In Deutschland (20. Platz) gab es Punktabzug für Regelungen, die den Quellenschutz gefährden. Vorratsdatenspeicherung, der Entwurf eines neuen BKA-Gesetzes sowie die Überwachung von Journalisten durch den Bundesnachrichtendienst spielten eine Rolle. Gewalttätige Übergriffe auf Journalisten durch Rechtsextremisten, der verbesserungswürdige Zugang zu öffentlichen Informationen sowie der Druck von Anzeigenkunden auf Redaktionen führten ebenfalls zu negativen Wertungen.

Da sieht man mal, wie biegsam doch das Grundgesetz im Auge des Gesetzgebers ist. Alles natürlich NUR zu unser aller Sicherheit. Natürlich. Und wem seine Schuld ist isset? TAZ.de weiß mehr:

Schuld ist Schäuble. Unter anderen jedenfalls. Punktabzüge, so ROG in seinem Bericht, habe es wegen der Vorratsdatenspeicherung gegeben, wegen der Bespitzelung von Journalisten durch den Bundesnachrichtendienst und aufgrund gewalttätiger Übergriffe auf Journalisten durch Rechtsextreme.

Nun gibt es kritische Stimmen zu ROG, die, sich auf Wikipedia berufend, die Unabhängigkeit von ROG anzweifeln.

Nach Recherchen der WDR-Journalisten Elke Groß und Ekkehard Sieker wird ROG u.a. von dem US-Multimilliardär George Soros finanziert, der bereits die polnische Gewerkschaft Solidarność mit Millionen US-Dollar unterstützte, sowie von National Endowment for Democracy, die ihrerseits ihre Gelder zu über 90 Prozent aus dem US-Staatshaushalt bezieht und dem US-Außenministerium untersteht.

Aber USA-freundlich wird die Rangliste dadurch nicht.

Die USA (…) wurden zweimal gelistet: für das Land selber und das Vorgehen im Irak bzw. in den palästinensischen Gebieten

pressefreiheit2008_usa 

sowie

 pressefreiheit2008_usa_2

Nicht uninteressant ist, welche Länder die Schlusslichter bilden.

pressefreiheit2008_schlussl

Dazu erläuternd:

Am Schluss der Rangliste stehen verdeckte oder offensichtliche Diktaturen. Dissidenten und reformorientierten Journalisten gelingt es dort dennoch immer wieder, Zensur zu umgehen. Im Jahr der Olympischen Spiele gab es in China (167.) zwar viele Verhaftungen von Dissidenten und Journalisten wie Hu Jia. Aber dennoch konnten liberalere Medien auch ihre Handlungsspielräume etwas zu erweitern. Journalisten in Peking, Shanghai, im Iran (166.), Usbekistan (162.) oder Simbabwe (151.) tragen weiterhin hohe Risiken. Ihr Beruf ist mit vielen Frustrationen sowie Schikanen durch Justiz und Polizei verbunden. in Burma (170.) gelten Journalisten, auch ausländische, seit Jahren als Feinde des herrschenden Regimes und werden entsprechend verfolgt.

Hoffen wir einfach, dass es besser wird, irgendwie – irgendwann.

Mediennutten gibt es überall
Oktober 20, 2008

Ein Mann fragt in einer Bar eine Frau:

„Würden Sie für eine Million Euro mit mir schlafen?“

„Sofort!“

„Und für 10 Euro?“

„Für was halten Sie mich bitte???“

„Das haben wir doch schon geklärt – jetzt müssen wir uns nur über den Preis einigen.“

Und nun kam raus:

4400506367

Somit bleibt der Literaturpapst für mich käuflich, bis er eine andersweitige und glaubwürdige Erklärung abgibt.

Sehr enttäuschend.

Nein, empörend! Wurden auch die 30 Minuten „Aus gegebenen Anlass“ mitunter aus GEZ-Gebühren finanziert.

Das heißt: Der Gebührenzahler hat die Werbekampagne von einem börsennotierten Unternehmen und die Werbegage eines Privatmanns mitfinanziert.

Ich könnte gar nicht so viel essen wie ich kotzen könnte.

Achmed, the dead terrorist
Oktober 19, 2008

Aus gegebenem Anlass
Oktober 18, 2008

Anmerkungen zu der Peinlichkeit des deutschen Fernsehens.

1.

Die viel erwartete Sendung fing mit folgendem Einspieler an:

Und somit schon mit einer schiefen Darstellung. Der Deal beinhaltete nämlich ganz andere Punkte.

Rufen wir daher zunächst einmal Erinnerung, was Gegenstand des Deals an dem Abend der Preisverleihung war:

Also eine muntere Runde aus 4-5 Leuten. Die Intendanten haben von ARD und ZDF haben dies mit deutlichem Kopfnicken bestätigt. Vor laufender Kamera. Sonntag abend. Eine Stunde. Zusammenschalten.

Daraus wurde jedoch lediglich eine halbe Stunde, 2 Leute, keine Zusammenschalte, und die Sendezeit Freitagabend 22:30 Uhr ist wohl auch nicht die Allerbeste.

vlcsnap-94911

Wo waren denn die Itendaten? Die Intendaten von ARD und ZDF zumindest hatten deutlich genickt bei dem Vorschlag von Thomas Gottschalk. Aber anwesend waren sie nicht. Warum nur? Angst vor dem Literaturpapst? Angst davor, nicht dass passende schnell genug sagen zu können vor einem 88jährigen, der auf der Klaviatur der deutschen Sprache tänzeln kann wie wenige andere?

Nein, das war angeblich nicht der Grund. Gottschalk erklärte:

…weil sonst niemand zuschauen würde. Aha. Damit kommen wir zum nächsten Punkt:

2.

War dieser Dialog zwischen Marcel Reich-Ranicki und Thomas Gottschalk vielleicht dann doch ein Eigentor? Eurer Unser (WIR haben schließlich GEZahlt) Arbeitnehmer Thomas Gottschalk bekundete an anderer Stelle:

Heute gilt im Fernsehen der Erfolg!

Bei den Privaten, klar, offenkundig. Die finanzieren sich vollends durch Werbung, und Teleshopping, und Telefonquizspielchen mit Titten im Hintergrund.

Aber die öffentlich-rechtlichen? Bitte!?! Es wird doch schließlich dafür GEZahlt, dass Ihr unabhängig seid, dass Ihr nicht von Werbeeinnahmen abhängig seid, etc etc.

Wenn aber nun „im Fernsehen“, also für alle Sender, letztlich der Erfolg gilt, warum wird dann das öffentlich-rechtliche Fernsehen durch GEZ-Gebühren bevorzugt? RTL2 und 9Live, bitte klagt hiergegen! Wenn die öffentlich-rechtlichen im direkten Wettbewerb stehen, dann solltet Ihr auch was vom GEZ-Pott abgekommen. Da sind ganz viele Euros drin! In 2006 waren es mehr als 7 Milliarden!

Oder hat Gottschalk Unrecht? Er hat, und wie. Der einzig wirklich sehenswerte Sender nach Marcel Reich-Ranicki ist ARTE. Dazu Wikipedia:

Der Sender finanziert sich zu 95 % über die in Deutschland und Frankreich erhobenen Fernsehgebühren. Gemäß dem Gründungsvertrag strahlt der Sender keine Werbung aus, eine Teilfinanzierung durch Sponsoring ist jedoch zulässig.

Zurück zum Zitat:

Heute gilt im Fernsehen der Erfolg!

Ich behaupte, dass ARTE nicht massentauglich ist. Zu langweilig für viele Zuschauer. Zu wenig Gewalt, Sex & Rock´n´Roll. Zu viele Dokus, und man muss schon global interessiert sein, und auch mitunter mal ein Geschichtsbuch von innen gesehen haben.

Bleibt eine entscheidende Frage: Wenn sowohl ARTE als auch das ZDF GEZ-finanziert ist, warum zählt dann für das ZDF der Erfolg? Müßte nicht das ZDF (nebst ARD und allen weiteren Dritten) ähnlich wie ARTE handeln und einfach ein anspruchsvolles Programm bieten? Müßte es – tut es aber nicht. Quote! Warum ist dies für das durch Gebühren finanzierte ZDF relevant? Weil sie Werbung schalten. Wozu das? Ist doch schon größtenteils alles bezahlt!

Die Gebühren…

…tragen zur Finanzierung des durch den Rundfunkstaatsvertrag geregelten Auftrags zur Grundversorgung durch die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten bei. (Wikipedia)

Ok, sie tragen dazu bei. Ein wenig Werbung geht. Aber:

Grundversorgung muss unabhängig von der Quote sein. Grundversorgung darf nicht auf Quote und Gewinnerzielungsabsicht ausgerichtet sein.

Wer es verpasst hat kann sich hier die 30 Minuten in voller Länge ansehen.