Google Chromium OS? Braucht man nicht!

November 27, 2009 - Leave a Response

Das Image von Chromium OS hat eine Größe von 766 Megabyte – Für ein bloßes Betriebssystem mit Browser und Treibern ganz schön viel. Fragt man sich doch, was da so alles noch feiner Google Code drin steckt.

Vorteil von Chromium OS?

Es startet (soll starten) innerhalb von wenigen Sekunden. Und sämtliche Google Apps sind verfügbar.

Braucht man dies? Nein!

Ein Windows Vista / Windows 7 startet aus dem Bereitschaftsmodus innerhalb von wenigen Sekunden (aus dem Total-Aus-Modus braucht es länger – klar).

Und die Apps? Warum nicht den Firefox mit der Erweiterung Google Shortcuts verwenden?

Eine Erweiterung, um alle Google Services gleich neben der Adressleiste als einzelne Buttons anzuzeigen.

Das funktioniert sehr sehr gut!

google_shortcuts_2

Via “Extras / Add-Ons / Google Shortcuts / Einstellungen” erreicht man folgendes Menü, über welches man die verfügbaren Google Apps der Leiste oben hinzufügen kann.

Zur größeren Ansicht auf das Bild klicken!

Fazit:

Ich glaube, ich bleibe bei Windows. Oder Ubuntu. Oder irgendeinem vollwertigem Betriebssystem, welches auch offline funktioniert, und mir ein bißchen mehr Kontrolle über meine eigenen Daten ermöglicht…

Feedback willkommen!

Der schönste Film 2009

November 21, 2009 - Leave a Response

Nach einer wahren Geschichte.

Google Chromium OS

November 20, 2009 - Leave a Response

Gestern war es soweit. Google stellte endlich sein Betriebssystem vor, und alle Welt war gespannt. Aber worum geht es zunächst? Ein Video von Google erklärt es relativ gut, worum es geht:

Aber ist es – jetzt schon – der große Schuss? Nein. Zum einen handelt es sich um eine ganz frühe Version, die man testweise in einer virtuellen Maschine testen kann, zum anderen ist der eigene PC/Laptop, egal wie aktuell er ist, nicht auf Chromium OS ausgerichtet.

Ich hab mir das Image mal geladen und es via VirtualBox gestartet. Und bin ehrlich gesagt sehr sehr enttäuscht, auch von dieser frühen Version.

Im Grunde ist es wirklich nur der Browser – da hält Google sein Versprechen. Man kann den Chrome Browser zentral mit dem Google Account einloggen…

chromium01

…und hat dann noch zwei schnelle Tabs für Gmail bzw. Googlemail…

chromium02

…sowie für Google Kalender.

Der ganze Kram (bzw. Singular! Es ist wirklich nur der Browser) läuft noch sehr sehr lahm. Eigentlich enttäuschend für das erste Release – auch von Google!

Soweit zu gehen, es als “Betriebssystem” zu bezeichnen, würde ich nicht. Aber so wird es bezeichnet. Chromium OS.

Netbooks, die auf Chromium OS zugeschnitten werden und angeblich in Q4 2010 kommen sollen, stellen dann lediglich einen Client für das Internet dar. Das System an sich, und damit sind Gmail, Google Docs, Google Calendar, Google Talk, Google Photo (Picasa), Google Tasks, etc. alle in die Cloud ausgelagert. Man wird hoffen dürfen, dass unter Verwendung von Google Gears diese Apps auch zwischenzeitlich offline funktionieren – denn auch wenn Google die 90%ige Internetnutzung prophezeit – 10% ist man offline und arbeitet auch so mit der Kiste. Wenn dann aber alles nur online verfügbar ist kann man Chromium OS in die Tonne kloppen.

Natürlich lagern auch sämtliche eigene Dateien bei Google. Bilder, Dokumente, Musik, etc.

Dies birgt Vor- und auch Nachteile hinsichtlich der Sicherheit.

Google ist sicherer als die eigene Festplatte. Das ist klar. Wer Daten bei Google speichert legt sie sicherer ab als zu Hause, im Regal, im Bankarchiv. Denn Google besitzt Server-Farmen auf der ganzen Welt, und die eigenen Dateien werden hier und da und quer gesichert. Mein eines Bild existiert also nicht nur auf einem Server, sondern auf diversen Servern. Wenn meine Hütte abbrennt ist alles weg. Das sämtliche Server von Google abbrennen ist eher unwahrscheinlich.

Wer also der Festplattentechnik misstraut, der möge auf Googles Server-Farmen setzen.

Aber natürlich birgt dies auch Nachteile. Denn wer sichert zu, dass die eigenen Dateien auch wirklich die eigenen bleiben?

Zwei kleine Beispiele:

1. Ich lösche eine gewisse Datei. Was passiert mit den Backups auf den weltweiten Server-Farmen? Wie lange dauert es, bis dies endgültig gelöscht wird? Wird es überhaupt endgültig gelöscht?

2. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen: Für Krumfinger dürfte dies keine wirkliche Variante darstellen. Den heimischen Laptop kann man zur Not mit einem Industriemagneten platt machen. Wenn aber alles bei Google gehostet wird, dann reicht ein “einfacher digitaler Dursuchungsbeschluss”… Und man hat Daten in Hülle und Fülle.

Chromium OS hat irgendwie Potential. Und irgendwie birgt es Gefahren. Wahrscheinlich werden wir uns irgendwie daran gewöhnen und anfängliche Bedenken irgendwann vergessen.

Für die Anfangszeit bin ich gespannt, zu welchem Preis die Netbooks mit Chromium OS auf den Markt kommen. Wenn diese deutlich unter 200 € angeboten werden, dann könnte es ein Erfolg werden. Das würde beim daran gewöhnen helfen. Denn allen Bedenken zum Trotz: Geiz ist halt eben geil!

So long!

Post dreht durch

Oktober 28, 2009 - Leave a Response

Zunächst die übliche Warterei, dann, um 1,49 € für Briefumschläge zu bezahlen, stehe ich endlich an der Kasse.

Wir haben jetzt einen neuen Stromanbieter: Yellow Strom.

Na Glückwunsch! Ich möchte bitte diese Briefumschläge hier bezahlen.

Haben Sie mal überlegt zu wechseln?

Nein, ich möchte bitte jetzt diese Briefumschläge bezahlen.

Ja aber Sie können monatlich richtig Geld sparen.

Ich ziehe eh um, darf ich jetzt diese Briefumschläge bezahlen oder muss ich sie klauen?

Und so weiter.

Unglaublich, was die sich erlauben. Vor mir war ein netter kleiner Opi, dem er auch Yellow Strom andrehen wollte. Der war vollends überfordert.

Aber die Post kann noch mehr. Der gleiche Angestellte, vor ca. einem Jahr:

Hallo, ich hätte gern 10 Briefmarken zu 55 Cent.

<prüfender Blick, mein Alter schätzend>

Äh, Briefmar…?!?

Haben Sie eigentlich schon Ihre staatlichen Zuschüsse gesichert?

Wat? Ich möchte bitte  jetzt Briefmarken kauf…

Ja aber sie müssen sich doch Gedanken um die Altersvorsorge machen.

Wenn Sie mir jetzt ne Riester-Rente andrehen wollen… Das bringt bei mir nix, ich hab keinen Anspruch darauf weil ich Anwalt werde. Da ist nix mit Riester. Zurück zu den Briefma…

Warum nicht?

Weil Anwälte selbstständig sind und da keinen Anspruch drauf haben. 10 Brie…

Na dann werden Sie doch Richter!

Ich stelle meinen Plan um damit Sie mir Ihre scheiß Riester-Rente verticken können? Nix da. 10 Briefmarken zu 55 Cent.

Liebe Post!
Verkauft Briefmarken, Briefumschläge und nehmt Päckchen entgegen. Aber werdet jetzt nicht zum Kramschladen. Das passt nicht in Euer Konzept. Dafür muss man einen funktionierenden Ladenbetrieb haben, der schnell arbeitet und schnell auf die Kunden eingehen kann. Sonst geht das nicht. Und deswegen geht das bei Euch nicht.

Browser-War?

Oktober 17, 2009 - Leave a Response

Erklärt Mozilla hier etwa Microsoft den Krieg?

Und wieder was gelernt!

Oktober 15, 2009 - Leave a Response

Gestern sag ich das großartige Programm von Hanna Schygulla “Aus meinem Leben” in der Köllner Philharmonie. Sehenswert!

Und irgendwann hörte ich eine Melodie nebst deutschem Text, die mir unter anderem durch Robbie Williams…

…, Frank Sinatra und auch Louis Armstrong…

…bekannt war. Dass es aber davon eine deutsche Fassung geben sollte…

…war mir total neu. Peinlich aber wahr. Naja, glücklicherweise hat Wikipedia diese Bildungslücke geschlossen.

Die Moritat von Mackie Messer

Google Documents mal anders

September 12, 2009 - Leave a Response

Bloggen mit Android / HTC Hero

September 10, 2009 - Leave a Response

Geht! Das Programm nennt sich ‘wpToGo’ und kann einiges. Bilder anhängen, mehrere Accounts, etc pp.

Zu Religion

August 24, 2009 - Leave a Response

Wahlkampf & Kinderpornografie

August 23, 2009 - Leave a Response

Soeben habe ich ein interessantes Video entdeckt.

Vorab zum Ersten: Bloggen über das Thema Kinderpornografie, insbesondere mit dem Setzen von Links, führte in jüngster Vergangenheit dazu, dass die jeweiligen Verfasser ins Visier der Fahnder gerieten. Ich werde daher in diesem Beitrag keine entsprechenden Links setzen. Möge jeder selber per Google recherchieren – sich aber der Vorratsdatenspeicherung bewusst sein.

Vorab zum Zweiten: Ich teile ihre Ansicht absolut, dass Kinderpornografie bekämpft werden muss. Über das “ob” herrscht somit Konsens zwischen uns. Lediglich hinsichtlich des “wie” teile ich nicht die Auffassung von Frau von der Leyen.

Als kurze Einführung zur Problematik:
Die Familienministerin Ursula von der Leyen hat das Thema Bekämpfung der Kinderpornografie in ihr Wahlprogramm aufgenommen. Sie initiierte einen Vertrag mit diversen Providern, welche anhand einer Sperr-/Filterliste, welche durch das BKA bereit gestellt wird, täglich diverse Webseiten filtern. Diesen Webseiten wird dann ein Stopp-Schild vorgeschaltet mit dem Hinweis auf Kinderpornografie. Für die Filterliste gibt es bislang kein Prüfverfahren, keinen Ausschuss, welcher überprüft, was denn tatsächlich heute gefiltert wird. Darüber hinaus sollen die IP-Adressen von Nutzern, welche diese Seiten aufrufen, an die Ermittlungsbehörden übertragen werden.

Nun kann man sagen, dass der Kampf gegen Kinderpornografie doch ein löblicher ist. Durchaus, das ist unbestritten. Jedoch muss hinterfragt werden, ob es der richtige Weg ist oder nicht.

Es sind Stimmen laut geworden, die eine Zensur im Internet befürchten, eben weil die Exekutive ohne Prüfungsinstanz ermächtigt wird, Webseiten zu filtern. Zwar heißt es, dass dies nur für kinderpornografisches Material gelten soll. Aber erinnern wir uns an die Maut-Kameras auf Deutschlands Straßen. Die waren eigentlich nur zum Erfassen der Daten für Abrechnungszwecke eingerichtet. Mittlerweile sind erste Fahndungserfolge mittels dieser Kameras zu vermelden. Es ist wie in dem viel zitierten Frosch im Kochtopf:

Wirft man einen Frosch in einen Topf mit kochendem Wasser, so springt er sofort wieder heraus. Setzt man ihn hingegen in einen Topf mit kaltem Wasser, und erhitzt dann langsam diesen Topf, so wird er die leicht ansteigende Temperatur nicht realisieren und letztlich verrecken.

Eben diese Gefahr sehen viele, auch ich, hinsichtlich des Grundrechts auf Informationsfreiheit – wozu Kinderpornografie  nicht gehört. Nicht, dass hier ein falscher Eindruck entsteht.

Kommen wir nun zu einigen Aussagen, die Frau von der Leyen in dieser Rede gemacht hat.

Aussage 1,
bei Minute 2:21:

Weltweit die Täter stellen, …., Bilder löschen, da wo die Quelle ist, wo die Server stehen. Aber weltweit stehen die Server zum Teil in Ländern, die Kinderpornografie nicht ächten… Da können sie von Deutschland nicht hineinregieren…

Das ist falsch und zeigt leider deutlich, wie wenig sich Frau von der Leyen mit dem Thema auseinander gesetzt hat. “Jemand” (keine Links) hat sich ausgiebig mit einer finnischen Filterliste beschäftigt und geprüft, wo denn die Server überhaupt stehen. Heraus kam eine wunderbare Karte:

Legende: weiß = keine Server
grün = wenige Server
rot = viele Server

US: 526, AU: 57, DE: 56, NL: 51, CA: 42, GB: 14, CZ: 13
KR: 5, RU: 4, BZ: 4, CN: 3, IL: 3, FI: 2, PA: 1, MY: 1, A2: 1, JP: 1, GI: 1, CH: 1
Länder gesamt: 19

Besonders interessant an dieser Liste fand ich, dass Deutschland als Hoster von Kinderpornografie weltweit auf dritter Stelle hinder Australien und den USA steht (wobei 39 der 56 Domains geparkt sein sollen). Respekt!

Eine Alternative wäre somit die Zusammenarbeit mit den benannten Ländern. Vielleicht käme man so auch an die Hintermänner. Log-Files checken, von wo wurde der Upload vorgenommen, etc. Das wäre mal was. Lässt sich aber im Wahlkampf schlecht verkaufen, da zu technisch und zu kompliziert. Das aufgebrachte Stimmvieh steht auf Verbotsschilder.

Aussage 2
bei Minute 3:23:

Dann wurde es eine Stufe schlimmer…
Es sei verfassungsrechtlich bedenklich wegen der Informationsfreiheit. Wir sollten nicht den Eindruck vermitteln, unsere Verfassung würde der Verbreitung der Vergewaltigung von Kindern Schutz geben. Das ist ABSURD. Massenkommunikation ist wichtig, ja, aber es kann ja wohl nicht soweit gehen, dass man dafür die Massenkommunikation so hoch stellt. Die Würde und den Schutz eines Kindes hinten anstellt und sagt, dies ist nachranging.

Wie eingangs erläutert bestehen die Bedenken aus anderen Gründen. Kein Gegner von Frau von der Leyen hat jemals die Aussage gemacht, dass derartige Bilder zum Recht der Informationsfreiheit gehören. Darüber herrscht Konsens auf breiter Front. Niemand hat behauptet, dass die Würde und der Schutz von Kindern hinten anstehen müsste.

Im übrigen würde ich sogar soweit gehen, dass durch die Einrichtung der Stoppschilder weltweit kein einziges Kind weniger vergewaltigt oder misshandelt wird. Eigentlich ist es, um in dem Tonfall von Frau von der Leyen zu bleiben, ABSURD, hier die Fakten so derart zu verdrehen. Es ist nicht nur absurd, es ist sogar höchst bedenklich. Bei derart verdrehten Fakten im Rahmen eines so brisanten Themas derart Stimmung zu verbreiten halte ich insbesondere im Hinblick auf die Opfer für äußerst bedenklich.

Aussage 3,
bei Minute 4:40

Dann war da der Chaos Computer Club und die Piratenpartei, die plötzlich schrien “Das ist Zensur!”. Meine Damen und Herren, Kinderpornografie im Internet anzuschauen ist Kindesmissbrauch.

Und ich rufe all denjenigen zu, die in diesem Zusammenhang von Zensur im Internet sprechen. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Und das Recht gilt online genau so wie offline.

Gerade stelle ich fest, dass ich erneut auf meine Einleitung nach oben verweisen muss. Kinderpornografisches Material kann man gar nicht zensieren, denn es ist ja bereits verboten und damit kontrolliert. Die Gefahr der Zensur besteht lediglich durch diese fragwürdige Filterliste ohne Prüfungsinstanz und bislang ohne Rechtsmittel. Aber soweit hört das Stimmvieh ja nicht zu. Die meisten Leute schalten nach “Kinderpornografie blockieren? Ja, das ist gut!” ab und schauen weiter RTL2.

Selbstverständlich ist das Internet kein rechtsfreier Raum. Und selbstverständlich gilt das Recht online wie offline.
So auch § 184b StGB:

Wer pornographische Schriften  (…) verbreitet, (…) sonst zugänglich macht, (…) bezieht, (…) wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

Passt doch. Ist also der viel zitierten Anwendung des geltenden Rechtes auch hier der Vorzug zu geben, anstelle von irgendwelcher neuen Gesetze oder fragwürdigen Verträge mit Providern.

Man nehme sich die finnische Filterliste, sondiere die deutschen Hosting-Provider aus (von denen nach aktuellen Erkenntnissen einige in der Gegend von Hamburg stehen sollen, und mache diese platt.

Aussage 4,
bei Minute 5:55:

Mensch sein heißt, verantwortlich sein.

Den kleinen Prinzen zitierend lobt sich Frau von der Leyen am Ende selbst. Möge jeder nach Lektüre des gesamten Beitrages, der auch ein wenig die technischen Hintergründe dieses unangenehmen Themas beleuchtet hat, kritisch hinterfragen, wie verantwortlich diese Ministerin dann tatsächlich handelt, die als Spitze eines Ministeriums Spezialisten noch und nöcher zur Verfügung hat, um sich Dinge, von denen sie eher wenig Ahnung hat, erklären zu lassen.